Passivität

Passivität – das Gegenteil von Erfolg und was das mit Verantwortung zu tun hat.

Ein Podcast bezeichnet Passivität kürzlich als Ursünde des Mannes. Verrückt, aber es scheint viel Wahrheit darin zu stecken.

Passivität ist das Gegenteil von Erfolg. Denn Erfolg ist immer eine Folge, eine Aktion, eine Handlung auf etwas hin. Es folgt etwas. Betrachtet man das Wort vom Stamm her, ist das Gegenteil davon genau das: wenn nichts passiert. Wenn keine Folge mehr entsteht. Keine Aktivität, keine Handlung, keine Reaktion.

Passivität hat also nicht mit Faulheit zu tun. Sie ist weit mehr. Sie ist die innere Haltung des Nicht-Tuns. Es ist das Gespräch, das du führen müsstest. Es ist die Entscheidung, die du treffen solltest. Es ist die Nachricht, die du schon lange schreiben wolltest. Es ist der Schritt, den du seit Wochen vor dir herschiebst.

Du weisst es. Und trotzdem geschieht es nicht. Der Mensch wartet lieber und überlässt das Tun jemand anderem. Und genau da hat sie wieder zugeschlagen, die Passivität. Leider fühlt sich diese Passivität für einen kurzen Moment gut an. Sie hat etwas Befreiendes, wenn man etwas aufschieben lässt, mal abwarten, was passiert. Doch genau darin liegt das Negative, vielleicht ein Teil dieser Ursünde. Sie löst den Ursprung nicht. Sie schiebt nur auf, statt wirklich aufzulösen. Und ohne Auflösung, keine langfristige Zufriedenheit.

Genau das hätte Aktivität. Wir füllen das Wort Erfolg schnell mit einer herausragenden Leistung, dabei meint es eigentlich nur, dass etwas erfolgt ist. Und verständlicherweise ist genau das ein wichtiger Schritt für uns Menschen. Es löst Genugtuung und Zufriedenheit aus, wenn wir etwas getan haben. Das ist essenziell für unser Wohlbefinden.

Passivität macht unzufrieden und unglücklich.
Aktivität macht zufrieden und glücklich. Punkt. So ist es nun mal.

Erfolg entsteht nie durch Warten, über Nacht oder durch Aufschieben. Er entsteht durch Aktivität, durch Handlung. Und das hat mit Verantwortung zu tun. Erfolg geschieht dort, wo der Mensch Verantwortung übernimmt.

Passivität ist also weit weg von Verantwortung. Sie ist verantwortungslos. Man schiebt die Verantwortung von sich weg, einem Gegenüber zu, überlässt sie einfach jemandem, und dieser ist nun plötzlich für mein Glück und meine Zufriedenheit verantwortlich. Eigentlich ein Paradoxon. Und trotzdem so weit verbreitet.

Wie oft überlässt du gerade dein eigenes Glück jemand anderem?

Treffender als dieser Podcast finde ich es schwierig zu formulieren. “Kein anderes Phänomen betrifft so viele Männer und richtet unbemerkt so viel Schaden an wie Passivität. Gemeint ist der innere Hang, vor Herausforderungen davonzulaufen und keine Verantwortung zu übernehmen für sich selbst, seinen Alltag, seine Beziehungen und die Scheisse, die man gebaut hat. Passivität macht unzufrieden, unglücklich und obendrein unattraktiv.”

Was wäre die eine Sache, der du gerade ausweichst?

Foto von - Kenny auf Unsplash

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